Verwertungsarten

In der Schweiz wird Altpapier zur Herstellung von Zeitungs- und Zeitschriftenpapieren, Papieren für die Wellpappenherstellung und Hygienepapieren verwendet. Zusätzlich gibt es Nischenanwendungen wie z.B. die Herstellung von Isolationsmaterial.

Im Jahr 2012 wurden von der Schweizer Papierindustrie 1.12 Mio. Tonnen Altpapier verarbeitet. Während in Europa der grösste Teil des Altpapiers für die Herstellung von Verpackungen (Wellpappe und Karton) verwendet wird, fanden in der Schweiz über 60% des gesammelten Altpapiers in der Zeitungs- und Magazinpapier-Herstellung Verwendung.

Für Zeitungs- und Magazinpapier ist ausschliesslich Altpapier aus Haushaltsammlungen geeignet. Damit die Helligkeit erreicht wird, werden die Druckfarben im sogenannten Deinkingprozess entfernt. Für Verpackungspapiere sind auch Verpackungsabfälle und gemischte Sammlungen möglich. Bei der Herstellung von Hygiene-Papieren werden häufig bessere Altpapiersorten aus Sammlungen in Büros, Verwaltungen und Druckereien verwendet.

Limitierender Faktor für den Einsatz von Altpapier sind heute meist die Qualitätsanforderungen.

Für Altpapier findet sich immer ein Weg zur stofflichen Verwertung, sei es im In- oder Ausland. Altpapier muss auf keinen Fall verbrannt werden.

Verbrannt wird Altpapier nur, wenn es von den Konsumenten in den Kehricht geworfen wird. Aus den Untersuchungen des BAFU über die Zusammensetzung des Haushaltskehrichts wissen wir, dass sich zwischen 10 und 20 Prozent Papier und Karton im Kehricht befindet. Ein Teil davon ist allerdings verschmutzt und könnte nicht für das Recycling verwendet werden. Auch kombinierte Packstoffe (Verbunde von Folien aus Kunststoffen und/oder Aluminium und Karton/Papier) sind schwierig zu recyclen.