Verein Recycling Papier + Karton

Durch den Rahmenvertrag existiert eine tragfähige, freiwillige und privatwirtschaftliche Lösung, welche die Finanzierung der Altpapierentsorgung für die Gemeinden transparent regelt. Der Rahmenvertrag wird durch die Verbände der Städte und Gemeinden auf der einen Seite und durch drei Papierfabriken sowie die Gruppe der Entsorger getragen. Diese tragen somit die primäre Last, welche sich aus dieser "Versicherungslösung" im Zeitpunkt tiefer Altpapierpreise ergeben können.

Damit stand die Frage im Raum: "Was machen eigentlich die anderen Verbände in der Papierkette, welche nicht direkt als Vertragsgeber in der Pflicht stehen, in Bezug auf die Altpapierentsorgung?" Haben Sie eine Rolle und wenn ja, welche?

Am 14. Mai 2007 wurde dem Verein STAR (Swiss Team für Altpapierrecycling) anlässlich der Generalversammlung die Frage gestellt, ob STAR aufgelöst werden solle, oder ob die Mitglieder des Vereins bereit wären, das Vertragswerk zu unterstützen, teils durch einen finanziellen Beitrag an die Administrationskosten der Rahmenvertragslösung, teils durch ideelle Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Diese Frage wurde positiv beantwortet und somit konnte der alte Verein STAR in den Verein Recycling Papier + Karton umfirmiert und mit einem neuen Auftrag versehen werden. Die allermeisten Mitglieder (vornehmlich Verbände) sind dem neuen Trägerverein treu geblieben. Man ist sich einig, dass die Frage der Altpapierentsorgung alle Partner innerhalb der Papierkette etwas angeht. Dabei muss es sich nicht nur um eine ideelle Unterstützung handeln, es gibt durchaus Ansatzpunkte konkreter Massnahmen.

So können beispielsweise Verarbeiter bei der Produktgestaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf achten, dass diese möglichst recyclinggerecht sind. Je besser Produkte auf die stoffliche Verwertung abgestimmt sind, desto weniger Störstoffe fallen an, desto einfacher ist die Reinigung und Aufbereitung der Sekundärfasern und desto mehr lässt sich das Volumen des stofflichen Sekundärfaserkreislaufes erhöhen. Es ist somit ganz entscheidend, welche Farben, welche Leime, welche Zusatzstoffe bei der Herstellung der Endverbraucherprodukte verwendet werden. Nur der Dialog innerhalb der gesamten Papierketten kann zu optimalen Ergebnissen führen. Letztlich ist diese Denkweise auch ein Anliegen des integrierenden Umweltschutzes.